Manchmal endet die Suche nicht mit einer Antwort.
Sondern mit Müdigkeit.
Nicht die erschöpfte Müdigkeit des Körpers –
sondern die leise, tiefe Müdigkeit des inneren Suchens.
Du hast verstanden.
Du hast erkannt.
Du hast gesehen, wie viele deiner Fragen aus Angst entstanden sind.
Wie viele Wege nur Umwege waren.
Und vielleicht merkst du:
Es gibt nichts mehr, was du tun kannst, ohne wieder etwas zu wollen.
Das ist kein Scheitern.
Das ist ein Übergang.
In Artikel 6 ging es um das Erkennen des Spiels.
Um das Durchschauen der inneren Mechanik.
Artikel 7 beginnt dort, wo selbst das Durchschauen still wird.
Nicht, weil alles geklärt ist.
Sondern weil nichts mehr geklärt werden muss.
Es ist der Moment,
in dem du aufhörst, dich selbst zu beobachten.
Nicht aus Disziplin.
Sondern weil der Beobachter müde geworden ist.
Du sitzt da.
Vielleicht mit offenen Fragen.
Vielleicht mit ungelösten Dingen.
Aber ohne den inneren Drang, sie jetzt anfassen zu müssen.
Und genau dort passiert etwas Merkwürdiges:
Der Frieden kommt nicht, weil etwas stimmt.
Sondern weil nichts mehr geprüft wird.
Stille ist kein Zustand, den man erreicht.
Sie entsteht, wenn das ständige Abgleichen endet.
Wenn kein innerer Kommentar mehr nötig ist.
Wenn selbst die Suche nach Tiefe leiser wird.
Das Ego verschwindet nicht.
Es wird auch nicht überwunden.
Es setzt sich einfach kurz hin.
Und du merkst:
Du bist immer noch da.
Auch ohne Aufgabe.
Auch ohne Ziel.
Vielleicht ist das der unspektakulärste Moment auf diesem Weg.
Und gleichzeitig der ehrlichste.
Nicht hell.
Nicht ekstatisch.
Nicht endgültig.
Nur still genug,
um nichts mehr zu wollen.
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